Die Neuen Auftraggeber von Pegau
Foto: Thilo NeubacherDie Neuen Auftraggeber von Pegau
Auftraggeber*innen: Gesche Glück, Diana Kalb, Christiane König, Philipp Pältz-Nitsche, Rosa Reiprich, Anne Schmachtel, Andy Zwicker
Auftrag: Für unseren Auftrag „Im Wandel verbunden“ möchten wir Künstler*innen einladen, gemeinsam mit uns herauszufinden, wie Wandel in Pegau sichtbar, spürbar und lebendig werden kann – als ein Prozess, der verbindet, statt trennt. Wir wünschen uns etwas, das bleibt, auch wenn die Kunstschaffenden weiterziehen: ein Ritual, ein Ort, eine Struktur, die immer wieder Begegnung stiftet und langfristig zur Lebendigkeit Pegaus beiträgt.
Mediatorin: Diana Wesser
Zeitraum: 2026 fortlaufend
Partner: Kulturstiftung des Bundes
Programm: Tanz und Performance im Bürgerauftrag
Pegau ist eine sächsische Kleinstadt im Übergang – zwischen ländlichem Raum und Metropolregion Leipzig, zwischen historischer Identität und neuer Verbundenheit, zwischen Leerstand, industriellen Erinnerungsräumen und künftigen Orten für die Stadtgesellschaft.
Nach den einschneidenden Umbrüchen durch den Mauerfall verändert sich die Stadt gerade erneut: Durch die gute Anbindung an Leipzig und den wirtschaftlichen Wandel der Region ziehen Menschen neu nach Pegau, andere verlassen die Stadt. Alte Gefüge verlieren sich, neue sind gerade erst im Entstehen. Ein weiterer Umbruch steht der Bergbauregion mit dem Braunkohleausstieg bis 2038 erst noch bevor.
Die Neuen Auftraggeber von Pegau – eine Gruppe aus Alteingesessenen, Zurückgekehrten und Zugezogenen – fühlt sich Pegau verbunden. Sie begreift die Veränderungen und Übergänge als Potenzial und als Möglichkeit, gemeinsam für ein gutes Zusammenleben in Pegau aktiv zu werden.
Die Neuen Auftraggeber von Pegau
Foto: Thilo Neubacher
Die Neuen Auftraggeber von Pegau
Foto: Thilo Neubacher
Die Neuen Auftraggeber von Pegau
Ortsansicht von Pegau Foto: Diana Wesser
Die Neuen Auftraggeber von Pegau
Ortsansicht von Pegau Foto: Diana Wesser„Zwischen Rückzug und Aufbruch suchen wir nach Wegen, den Wandel in Pegau gemeinsam zu gestalten – nicht als Zuschauer*innen, sondern als Mitgestalter*innen unseres Ortes.“
Aus dem Auftrag
Dabei geht es der Gruppe auch um die Suche nach einem „Wir“ von Pegau. Und weil dieses „Wir“ mehr Personen als nur die Auftraggeber*innen umfassen soll, finden sie zunächst mit einer Umfrage an die Bürger*innen von Pegau heraus, was den Menschen an ihrer Stadt gefällt und was sie vermissen. Mit diesem Wissen formulieren sie unter dem Titel Im Wandel verbunden den Auftrag für Pegau.
Gesucht wird ein künstlerischer Ansatz, der Umbrüche erfahrbar macht – „als ein Prozess, der verbindet, statt trennt“, wie es im Auftrag heißt. Die Gruppe möchte ein Kunstwerk beauftragen, das möglichst viele Menschen einbezieht und zur aktiven Teilhabe ermutigt. Ihr Ziel ist kein zügig abgeschlossenes Werk, sondern ein Projekt, das Vertrauen schafft, Vielfalt Raum gibt, Generationen zusammenbringt und langfristig und belebend in die Zukunft der Stadtgesellschaft wirkt.
„Wir wünschen uns, dass Menschen nach Pegau kommen und sich willkommen fühlen – dass sie spüren: Hier wird Wandel gemeinsam gestaltet.“
Aus dem Auftrag
Die Neuen Auftraggeber von Pegau
Auftragsunterzeichnung, 15.1.2026, Pegau Foto: Thilo Neubacher
Die Neuen Auftraggeber von Pegau
Auftragsunterzeichnung, 15.1.2026, Pegau Foto: Thilo Neubacher
Die Neuen Auftraggeber von Pegau
Auftragsunterzeichnung, 15.1.2026, Pegau Foto: Thilo Neubacher
Die Neuen Auftraggeber von Pegau
Auftragsunterzeichnung, 15.1.2026, Pegau Foto: Thilo NeubacherAm Anfang des Auftragsprozesses steht der Wunsch nach einem neuen Ort für Begegnung und Miteinander in der Stadt. Doch in den Gesprächen mit Mediatorin Diana Wesser zeigt sich schnell: Die Vorstellungen sind vielfältig, die Bedürfnisse breit gefächert. Ein einzelner fester Raum kann dem kaum gerecht werden. Aber was, wenn man andersherum denkt? Vielleicht fängt Gemeinschaft nicht immer mit einem neuen Ort an. Vielleicht kann Gemeinschaft auch im gemeinsamen Tun entstehen – und dabei Raum für neue Begegnungen finden.
Die Gruppe beauftragt etwas, das bleibt, auch wenn die Künstler*innen im Anschluss weiterziehen: ein Ritual, ein Ort, eine Struktur, die immer wieder Begegnung stiftet und langfristig zur Lebendigkeit Pegaus beiträgt. Eine künstlerische Persönlichkeit wird im nächsten Schritt von der Gruppe eingeladen, mit einem Entwurf auf ihre Anliegen zu reagieren.
„Wir wünschen uns, dass Pegau keine bloße Übernachtungsstadt wird, sondern ein lebendiger Ort – mit einem demokratischen Miteinander, in dem sich Menschen begegnen, einbringen und zu Hause fühlen können.“
Aus dem Auftrag