DIE KUNST DER DEMOKRATIE

WAS IST DAS?

Menschen geben sich als Neue Auftraggeber eine Stimme und ihren Wünschen eine Form. Sie beauftragen Kunstwerke, die sie brauchen und die etwas verändern. Die auf ihre drängenden Themen reagieren. Und die im eigenen Lebensumfeld zu Hause sind.

Zur Idee

WIE GEHT DAS?

Wo Menschen unzufrieden sind, hören Mediationspersonen zu. Wo Schweigen herrscht, zeigen sie die Konflikte. Wo sich etwas bewegen soll, finden sie internationale Künstler*innen, die vor Ort aktiv werden. Wo nichts mehr geht, erfindet die Kunst das Mögliche.

Zu den Projekten

WER MACHT DAS?

Die Gesellschaft der Neuen Auftraggeber und die Gesellschaft für Kunst und Mediation im Bürgerauftrag ermöglichen Kunst im Bürgerauftrag in Deutschland. Sie sind Teil eines europäischen Netzwerks mit 35 Jahren Erfahrung und über 500 Bürgeraufträgen.

Zu den Aktivitäten

Tanz und Performance

Im aktuellen Programm Tanz und Performance im Bürgerauftrag entstehen bis Ende 2027 deutschlandweit Produktionen im Bürgerauftrag. Anlass ist immer ein dringliches gemeinsames Anliegen. Erfahrene Künstler*innen, Choreograf*innen und Tänzer*innen reagieren mit neuen Arbeiten darauf. Expert*innen für Kunst im Bürgerauftrag – die Mediator*innen – beraten auf dem gesamten Weg. 

Unsere Vision

Lange konnten nur Wenige ein Kunstwerk in Auftrag geben. Heute wollen wir, dass alle das können. Wir wollen die Kreativität unserer Gesellschaft mobilisieren und bringen die Kompetenzen zusammen, die es dafür braucht. Viele Menschen wollen mehr direkte Mitwirkung bei wichtigen Entscheidungen. Sie wollen nicht bloß Zuschauer der Geschichte sein, sondern Zukunft selbst bewegen. Jetzt. Als Neue Auftraggeber können sie das.

Gerade vor Ort, wo die Probleme zu Hause sind, da lassen sie sich auch anpacken. Weil das nur gemeinschaftlich geht, entstehen Konflikte, aber auch neue Allianzen. Künstlerische Ideen zeigen dabei Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten, die zuvor nicht denkbar waren.

Deutschlandweit, auf dem Land und im Stadtquartier: Wo engagierte Bürger*innen mit internationalen Künstler*innen und öffentlichen Institutionen und Verwaltungen zusammenwirken, entsteht eine Kunst der Demokratie, die alle voranbringt – eine Kunst, die handlungsfähig macht und darum zeitgemäß ist.

Modellierte Idee des Wohnküchenpavillons in Züsedom, auf dem Schulgrundriss steht ein Dach, welches Regenwasser abfließen lässt

Jakub Szczesny: "Wohnküchenpavillon"

Entwurf für die Neuen Auftraggeber von Züsedom © Jakub Szczęsny
Gruppenfoto auf der gelben Brücke mit Auftraggeber Karl Sasserath, Thomas Hollkott, Uwe Hillekamp (Planung), Ernst Kreuder (Ausführung), Mediatorin Kathrin Jentjens, Künstlerin Ruth Buchanan und Susanne Titz, Direktorin des Ankerpunkts Museum Abteiberg

Eröffnung von "Ein Garten mit Brücken"

Auftraggeber Karl Sasserath und Thomas Hollkott mit Uwe Hillekamp (Planung), Ernst Kreuder (Ausführung), Mediatorin Kathrin Jentjens, Künstlerin Ruth Buchanan und Susanne Titz, Direktorin des Ankerpunkts Museum Abteiberg © Gesellschaft der Neuen Auftraggeber
Eine Skulptur in Form eines goldenen Ringes mit Edelsteinen steht auf dem Dach eines Flachbaus. Es ist Nacht und die Edelsteine des Ringes senden leuchtende Strahlen in den dunklen Himmel. im Hintergrund sind Schemen eines Plattenbauviertels.

Daniel Knorr, "Ring of Engagement"

Entwurf für die Neuen Auftraggeberinnen von Greifswald © Daniel Knorr
Tanzgruppe auf einem öffentlichen Platz in Marl

Aufführung von "In C – Marler Partitur"

Foto: Florian Wagner

Neue Auftraggeber: Lehrerinnen, Fensterbauer, Eltern, Dorfbewohner, Frührentnerinnen, Dolmetscher, Jäger, Gourmets, Facharbeiterinnen, Jugendliche, Agraringenieure, Sekretäre, Bürgerrechtlerinnen, Astrophysikerinnen, Du, Ich