Unsere Termine

Was Ihr wollt! Die Neuen Auftraggeber: Ermächtigungsfantasien? Petitionen, Liquid Democracy, Neue Auftraggeber

+++LEIDER ABGESAGT+++

Entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum COVID-19-Virus ist die Veranstaltung leider abgesagt. Wir informieren an dieser Stelle zeitnah über einen möglichen Nachholtermin. Detaillierte Informationen zu den Erstattungsmodalitäten von bereits gekauften Karten finden Sie hier.

Dienstag, 24. März 2020, 19 Uhr
@Grüner Salon/ Volksbühne Berlin
Podiumsgespräch, auf deutsch

Mit
Alexander Koch, Direktor Gesellschaft der Neuen Auftraggeber
Christopher Lauer, Publizist und ehemaliges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses
Paula Peters, Chief Global Officer Europa bei change.org
Moderation: Pia Rauschenberger, Journalistin (u.a. Deutschlandfunk Kultur)

Online-Petitionen, ein Demokratie-Festival im Olympiastadion, Liquid-Democracy-Forderungen, ziviler Ungehorsam in der Klimapolitik oder Bottom-up-Prozesse bei den Projekten der Neuen Auftraggeber – aktuell diskutierte Teilhabe-Modelle haben eins gemeinsam: Sie denken zivilgesellschaftliche Mitsprache über herkömmliche repräsentativ-demokratischen Prozesse hinaus.

Ist das ein Teil der gerade so gern zitierten "Krise der Demokratie", ein Symptom für verlorenes Vertrauen in die bestehenden politischen Institutionen? Oder im Gegenteil ein zuversichtliches Demokratie-Update als Ausdruck eines zeitgemäßen, lebendigen Parlaments der Vielen? Und noch viel wichtiger: Handelt es sich um effektive Instrumente im analogen und digitalen Werkzeugkoffer zivilbürgerlichen Engagements – und was können wir damit tatsächlich bewegen? Oder bleiben sie am Ende des parlamentarischen Tages nur Ermächtigungsfantasien und Wohlfühl-Klicktivismus ohne politische Wirksamkeit?

Das will der Abend herausfinden. Er begibt sich hinein in die Ambivalenzen aktueller Formen der kollektiven Selbstermächtigung. Was ist dran am Begriff der Initiativ-Demokratie, die dem Vertreten-sein die Selbstvertretung entgegensetzt? Wer spricht dabei für wen? Wer spricht (nicht) mit? Wie steht es um die Macht? Und was tut die Kunst?

Weitere Informationen und Tickets

Foto: Tadashi Kawamata, Mémoire en demeure, 2003-2006, Saint-Thélo, France © Les Nouveaux Commanditaires

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Zurück

Eine Schulklasse hat Reut Shemesh mit einem Werk beauftragt, das ihnen und anderen angesichts von Krieg, Terror und Rassismus auf der Welt Halt geben und sie als Gruppe stärker zusammenwachsen lassen soll. Die Choreografin produziert für sie „Wild Kids“ (Arbeitstitel), einen Tanzfilm, in dem die Jugendlichen als Auftraggebende, Tanzende und Dialogpartner*innen eng eingebunden sind.

mehr

Was passiert, wenn Kinder ihr Recht auf Freizeit, Spiel und freie Meinungsäußerung einfordern? Und was passiert, wenn sie künstlerische und performative Mittel und Strategien nutzen, um eigene Freiräume in ihrer Stadt zu suchen, sie zu behaupten und sich anzueignen? Von diesen Fragen ausgehend hat die Choreografin und Performerin Antje Velsinger einen choreografischen Hörspaziergang für die Neuen Auftraggeber von Schwelm entwickelt.

mehr

Im Amberger Stadtteil „Am Bergsteig“ setzen sich die Auftraggeber*innen für ein positives Bild ihres Viertels und zukünftige Formen des Zusammenhalts ein. Julian Warner entwickelt für sie „Kampf am Berg“, ein Spektakel mit zwei Wrestlingshows in Kooperation mit lokalen Vereinen und Initiativen. Warner nutzt das Format des Wrestlings als Bühne, um die Widersprüche und Kräfte des Viertels sichtbar zu machen und zu verdichten. Austragungsort ist ein eigens errichtetes Zirkuszelt.

mehr

Der Bergsteig liebt Sport – von Fußball über Mixed Martial Arts, Boxen und Ringen bis rhythmischer Sportgymnastik engagieren sich die Menschen hier in Vereinen und Initiativen. „Kampf am Berg“ bringt diese Leidenschaft mit der von lokalen Sportler*innen, Musiker*innen und professionellen Wrestler*innen zusammen. Die Menschen vom Bergsteig werden dabei selbst zu Gastgeber*innen und Autor*innen ihrer eigenen Geschichte(n).

mehr

Im Amberger Stadtteil „Am Bergsteig“ setzen sich die Auftraggeber*innen für ein positives Bild ihres Viertels und zukünftige Formen des Zusammenhalts ein. Julian Warner entwickelt für sie „Kampf am Berg“, ein Spektakel mit zwei Wrestlingshows in Kooperation mit lokalen Vereinen und Initiativen. Warner nutzt das Format des Wrestlings als Bühne, um die Widersprüche und Kräfte des Viertels sichtbar zu machen und zu verdichten. Austragungsort ist ein eigens errichtetes Zirkuszelt.

mehr

Vergangene Termine

Vom 26. bis 27. Oktober 2018 veranstaltet das künstlerische Leitungsteam des Berliner Bärenzwingers ein Symposium in Neukölln. Bei dieser Veranstaltung sollen künstlerische, wissenschaftliche und stadtpolitische Positionen zusammenkommen, um die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Nutzung, Funktion und Bedeutung dieses Orts gemeinsam zu diskutieren. Alexander Koch ist als Gast eingeladen und wird Die Neuen Auftraggeber als Strukturmodell für eine zeitgenössische Kultur im Bürgerauftrag vorstellen. 

Weitere Infos und Teilnahme

mehr

"Tobias Asmuth erzählt eine jüngere Episode aus der Geschichte des kleinen Dorfs Blessey in der französischen Provinz nach, wie die Zusammenarbeit mit dem weltbekannten Schweizer Künstler Rémy Zaugg das Dorf und das Selbstbewußtsein seiner Bewohner verändert hat. Es ist ein herausragendes Beispiel dafür, welchen nachhaltigen Wirkungen die NEUEN AUFTRAGGEBER, die seit Frühjahr 2017 durch die Kulturstiftung des Bundes auch in Deutschland gefördert werden, zeitigen können." aus dem Editorial des Magazin #31 der Kulturstifung des Bundes.

Lesen Sie den Artikel hier

mehr