Die Neuen Auftraggeber von Waiblingen
Foto: Meri Fotografie WaiblingenDie Neuen Auftraggeber von Waiblingen
Auftraggeber*innen: Merve Kap, Fereshteh Arman, Roswitha Nagel, Roland Nagel, Saverio Mazzei, Thomas Vuk, Daisy Dedner, Anselm Kick, Laura Utz, Hans Karl Zeisel
Auftrag: Wir wünschen uns eine künstlerische Intervention, die die Fronackerstraße zu einem Ort mit Wiedererkennungswert macht – und die zum Verweilen, zum Begegnen, zum Erzählen anregt. Drei Qualitäten sind uns für das beauftragte Werk besonders wichtig: Etwas Blühendes, etwas zum Bleiben und etwas Spielerisches.
Mediation: Boglárka Pap
Projektträger: Künstlerhaus Stuttgart
Zeitraum: Seit 2026
Im Mai 2026 haben die Neuen Auftraggeber von Waiblingen ihren Auftrag unterzeichnet. Anwohner*innen und Gewerbetreibende haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam überlegt, wie sie ihre Fronackerstraße künftig nutzen, erleben und spielerisch aneignen möchten.
Die Fronackerstraße zählt zu den lebendigsten Straßen Waiblingens – und doch hat sie ein Imageproblem. Sie wird nicht immer so wahrgenommen, wie die Auftraggebergruppe sie erlebt: als vielfältigen, bunten, von unterschiedlichen Menschen und Generationen geprägten Ort mitten in der Stadt. Dem möchte die Gruppe etwas entgegensetzen – nicht durch ein statisches, „fertiges" Gestaltungsprojekt, sondern durch einen Möglichkeitsraum, der sich durch Spiel, Nutzung und Aneignung immer wieder verändert.
Die Neuen Auftraggeber von Waiblingen
Foto: Fereshteh Arman
Die Neuen Auftraggeber von Waiblingen
Foto: Fereshteh Arman„Wir suchen einen Ort, der Waiblingen verändert. Einen Ort, den es nur hier gibt.“
Aus dem Auftrag
Die Neuen Auftraggeber von Waiblingen wünschen sich eine künstlerische Intervention, die dieser Straße einen Wiedererkennungswert gibt – und die zum Verweilen, zum Begegnen, zum Erzählen anregt. Im Zentrum des Auftrags steht die Transformation der Fronackerstraße hin zu einem vielfältig nutzbaren Stadtraum, der gezielt Spielräume eröffnet.
In den Gesprächen kommt die Gruppe immer wieder auf drei Qualitäten, die ihr für ihren Auftrag wichtig sind: Sie wünschen sich etwas Blühendes – eine lebendige, farbige, pflanzliche Präsenz, die zugleich Bildmotiv und Lebensraum für Bienen und Insekten sein kann. Genauso wichtig ist ihnen etwas zum Bleiben – Orte zum Sitzen und Sich-Begegnen, die als eigenständige künstlerische Objekte lesbar sind und Schutz wie Schatten anbieten. Und etwas Spielerisches – ein sinnlich erfahrbares, möglichst wasserbezogenes Element, das den Platz aktiviert und Menschen jeden Alters einlädt, ihn körperlich zu erleben.
Grünflächen – etwa bepflanzte Inseln, Beete oder entsiegelte Zonen – werden von der Gruppe nicht nur als ökologische Maßnahmen verstanden, sondern als offene Spielfelder, die zur Aneignung einladen. Unterschiedliche Aufenthaltsbereiche sollen als flexible Settings entstehen: Sitzgelegenheiten werden zu Treffpunkten oder Bühnen, schattige Orte zu Rückzugs- oder Erzählräumen, Übergangsflächen zu Zonen für Bewegung, Interaktion und Improvisation.