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Courtesy Nuray Demir & Minh Duc Pham

Nuray Demir & Minh Duc Pham: Performing the Unfinished – Tag 2: Bread and Roses | Tea & Tears

Am Sonntag, den 13. September 2026 setzen Nuray Demir & Minh Duc Pham ihre Reihe „Performing the Unfinished“ für die Neuen Auftraggeber von Pinneberg mit einem performativen Rosenumzug und einem interaktiven Teesalon fort. Die Arbeit verbindet in drei Teilen lokale Geschichte mit globalen Zusammenhängen – von der künstlerischen Einweihung des Platzes der Kinderrechte über die Arbeitsbedingungen der lokalen Rosenindustrie bis zu Verflechtungen von Kolonialgeschichte und Fürsorge in der norddeutschen Teekultur.

Mit Bread & Roses zieht Performing the Unfinished durch die Straßen Pinnebergs. Die Performance knüpft an historische Arbeiter*innen-Bewegungen an und thematisiert den Kampf für faire Löhne, das tägliche Brot, aber auch für ein würdevolles Leben. Wie die Kinderrechtskonvention wurden auch Arbeitsrechte erkämpft, jedoch ungleich eingelöst. In Pinneberg trifft das Motiv der Arbeitsrechte auf das historische Herz der deutschen Rosenindustrie. Sie wird von prekarisierten Arbeitskräften sowohl vor Ort als auch im Globalen Süden getragen. Ein Demonstrationszug mit Tableau Vivant, Protestbannern und Audiobeiträgen macht die Ambivalenz des Rosenhandels zwischen Schönheit und Ausbeutung sinnlich erfahrbar.

Im Anschluss an den Demonstrationszug findet mit Tea and Tears ein performativer Teesalon statt. Der Salon lädt ein, beisammen zu sein und zur Ruhe zu kommen. Schwarztee wird aufgegossen und ausgeschenkt. Der Tee wärmt und trägt zugleich Kolonialgeschichte in sich. Tränen fließen aus Trauer und zugleich aus Freude. Sie reinigen und verbinden im Mitfühlen. Der Salon öffnet seine Türen, verbindet in Gesten des Teilens das Private mit dem Politischen und lädt ein zum gemeinsamen Aushandeln dessen, was Fürsorge bedeutet. 

Die Neuen Auftraggeber von Pinneberg haben sich ein Kunstwerk gewünscht, das den Wandel ihrer Innenstadt sichtbar macht und ein neues Pinneberg-Gefühl entstehen lässt. Nuray Demir & Minh Duc Pham reagieren mit Performing the Unfinished darauf. Der Titel verweist darauf, dass viele gesellschaftliche Kämpfe nicht abgeschlossen sind: Menschenrechte, soziale Errungenschaften und Fürsorgepraktiken müssen immer wieder neu ausgehandelt, verteidigt und sichtbar gemacht werden. Die Arbeit widmet sich vor diesem Hintergrund Fragen von Kinderrechten, Arbeitsmigration, Fürsorge und Postkolonialismus. Sie versammelt ein Wochenende lang künstlerische und wissenschaftliche Beiträge im öffentlichen Raum von Pinneberg und gibt Impulse für das Entstehen eines neuen Wir-Gefühls.

Sonntag, 13.9.2026
15–16 Uhr: Bread & Roses
Performativer Rosen-Umzug vom Bahnhofsvorplatz zum Drosteiplatz

16–18 Uhr: Tea and Tears, interaktiver Teesalon, Drosteiplatz, Pinneberg.
Mit Beiträgen von douniah, much cooler than yours x My Migrant Mama, Tanasgol Sabbagh 

Kostenfrei und ohne Anmeldung

Am Samstag, den 12. September 2026 startet die Reihe Performing the Unfinished mit der Einweihung des Pinneberger Platz der Kinderrechte. Infos dazu gibt es hier.

Credits 
Performing the Unfinished von Nuray Demir & Minh Duc Pham für die Neuen Auftraggeber von Pinneberg
Auftraggeber*innen: Saim Kadir (Kasi) Cetinkaya, Heja Ibrahim, Anke Marckmann, Julia Miahipour, Deniz (Bosslo) Salakoslu, Gina Lea Schwan, Cosmo Stadie
Künstler*innen: Nuray Demir & Minh Duc Pham
Mediation: Michael Annoff
Beiträge: Kien Nghi Ha, Nahed Samour, Meryam Schouler-Ocak, Derya Yıldırım, douniah, much cooler than yours x My Migrant Mama und Tanasgol Sabbagh 
Projektträger: Förderverein Stadtmuseum Pinneberg e. V.
Grafikdesign: Jihee Lee
Technische Leitung Falk Stapel
Künstlerische Mitarbeit: Hava Erica Zeytin
Sounddesign Bread & Roses: Frieder Blume

Initiiert und uraufgeführt in Tanz und Performance im Bürgerauftrag, einem Programm der Gesellschaft der Neuen Auftraggeber. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Die zweite Produktion von „Tanz und Performance im Bürgerauftrag“ steht vor der Tür. „Performing the Unfinished“ von Nuray Demir & Minh Duc Pham für die Neuen Auftraggeber von Pinneberg verbindet in drei Teilen lokale Geschichte mit globalen Zusammenhängen – von der künstlerischen Einweihung des Platzes der Kinderrechte über die Arbeitsbedingungen der lokalen Rosenindustrie bis zu Verflechtungen von Kolonialgeschichte und Fürsorge in der norddeutschen Teekultur. Am Samstag, den 12. September 2026 startet die Reihe.

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Die erste Aufführung im Rahmen von "Tanz und Performance im Bürgerauftrag" findet am am 27. Juni 2026 auf Ummanz bei Rügen statt. Dort präsentiert Amanda Piña den Auftakt zu ihrem dreigliedrigen Werk "Atlantic Undercurrent Circulation" zu Ehren der Boddenfischer und des Meereslebens. Entworfen hat sie die Arbeit für die Neuen Auftraggeber von Ummanz.

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In „Ecology of Care“ (Ökologie der Fürsorge) untersuchen wir ausgehend von Impulsen von Sonja Leboš und Hannah Mevis, wie wir soziale und ökologische Verantwortung miteinander verbinden können. Fürsorge wird dabei als systemische, ethische und politische Haltung verstanden, die über Menschen hinaus auch Pflanzen, Tiere und andere nicht-menschliche Akteur*innen einbezieht. Feministische und post-humanistische Perspektiven auf alltägliche, oft unsichtbare Care-Arbeit bilden einen Schwerpunkt. Der Kunstverein Rügen e. V. und Circus Eins Projekte präsentieren diesen Workshop als Teil von „Art Living Lab to Repair the Land“, einer Kooperation internationaler Neue-Auftraggeber-Initiativen.

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Im Rahmen der Gesprächsreihe der OnCurating Academy Berlin und Dorothee Richter im Radialsystem hält Lea Schleiffenbaum, Mediatorin im Modell Neue Auftraggeber, den Vortrag „Artistic Production Reconfigured: Actor Constellations and Knowledge Exchange in the New Patrons Model".

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Mediatorin Diana Wesser ist zu Gast beim "Botanischen Salon" des Botanischen Gartens/Universität Leipzig. Bei dieser Ausgabe des Botanischen Salons stellen die Akteur*innen bei einem Fachgespräch vor Ort Prozesse dar, wie Kunst im öffentlichen Raum entsteht. Wer ist dabei Auftraggeber*in und welche Möglichkeiten haben Künstler*innen, ihre Ideen umzusetzen? Wie lange dauert so etwas und was heißt hier öffentlicher Raum bei allen privaten Interessen und gesellschaftlichen Anforderungen an diesen Raum? Praxisbeispielen aus Leipzig veranschaulichen dies.

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"The Art of Assembly" ist eine nomadische Gesprächsreihe zum Potential und den Grenzen von Versammlungen in Kunst, Aktivismus und Politik, kuratiert von Florian Malzacher. Zu Gast sind in der Ausgabe "XXXI: Die willkürlichen Konstellationen von Nachbarschaft" Ulf Bohmann (Technische Universität Chemnitz), Alexander Koch (Neue Auftraggeber) und Anna Rispoli (Künstlerin). Die Veranstaltung findet im Rahmen von "Chemnitz Kulturhauptstadt Europas 2025" statt.

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Die Konferenz „Repair the Land“ versammelt am 24. und 25. Mai 2025 in Ponferrada und Barruelo de Santullán in Spanien Wissenschaftler*innen, Mediator*innen, Anwohner*innen und Künstler*innen im Rahmen des Projekts "Art Living Lab to Repair the Land" von europäischen Neue-Auftraggeber-Organisationen. Die Konferenz beschäftigt sich mit der Rolle partizipatorischer Kunst als Werkzeug der Reparatur in Regionen, die von industriellem Erbe, Extraktivismus und Vernachlässigung geprägt sind. Aus Deutschland nimmt Susanne Burmester, Mediatorin und Vorsitzende der Gesellschaft für Kunst und Mediation im Bürgerauftrag e. V. teil.

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Mittendrin statt nur dabei – wie Bürger*innen ermächtigt werden, nachhaltig Gesellschaft zu gestalten.

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