Unsere Termine

Courtesy Nuray Demir & Minh Duc Pham

Nuray Demir & Minh Duc Pham: Performing the Unfinished – Tag 1: Dreams Convention

Die zweite Produktion von „Tanz und Performance im Bürgerauftrag“ steht vor der Tür. „Performing the Unfinished“ von Nuray Demir & Minh Duc Pham für die Neuen Auftraggeber von Pinneberg verbindet in drei Teilen lokale Geschichte mit globalen Zusammenhängen – von der künstlerischen Einweihung des Platzes der Kinderrechte über die Arbeitsbedingungen der lokalen Rosenindustrie bis zu Verflechtungen von Kolonialgeschichte und Fürsorge in der norddeutschen Teekultur. Am Samstag, den 12. September 2026 startet die Reihe.

Die Neuen Auftraggeber von Pinneberg wünschen sich ein Kunstwerk, das den Wandel ihrer Innenstadt sichtbar macht und ein neues Pinneberg-Gefühl entstehen lässt. Nuray Demir & Minh Duc Pham reagieren mit Performing the Unfinished darauf. Der Titel verweist darauf, dass viele gesellschaftliche Kämpfe nicht abgeschlossen sind: Menschenrechte, soziale Errungenschaften und Fürsorgepraktiken müssen immer wieder neu ausgehandelt, verteidigt und sichtbar gemacht werden. Die Arbeit widmet sich vor diesem Hintergrund Fragen von Kinderrechten, Arbeitsmigration, Fürsorge und Postkolonialismus. Sie versammelt ein Wochenende lang künstlerische und wissenschaftliche Beiträge im öffentlichen Raum von Pinneberg und gibt Impulse für das Entstehen eines neuen Wir-Gefühls.

2018 wurde der Pinneberger Drosteiplatz zum Platz der Kinderrechte ernannt – eine feierliche Einweihung blieb bisher aus. Das wird zum Auftakt von Performing the Unfinished am Samstag mit Dreams Convention nachgeholt! Mit Musik, Lecture Performances und Publikumsaktionen fragen Gäste nach der Spannung zwischen Rechtsversprechen und gesellschaftlicher Wirklichkeit: Was bedeutet es, dass die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 der meistunterzeichnete Menschenrechtsvertrag weltweit ist und Kinderrechte dennoch systematisch gebrochen werden? 

Dreams Convention im Rahmen von Performing the Unfinished
Einweihung Platz der Kinderrechte, Pinneberg
Samstag, 12.9.2026, 15–17 Uhr
Mit Beiträgen von Kien Nghi Ha, Nahed Samour, Meryam Schouler-Ocak und Derya Yıldırım.
Kostenfrei und ohne Anmeldung

Am Sonntag, den 13.September 2026 geht das Programm mit einem performativen Rosenumzug und einem interaktiven Teesalon weiter. Infos dazu gibt es hier.

Credits 
Performing the Unfinished von Nuray Demir & Minh Duc Pham für die Neuen Auftraggeber von Pinneberg
Auftraggeber*innen: Saim Kadir (Kasi) Cetinkaya, Heja Ibrahim, Anke Marckmann, Julia Miahipour, Deniz (Bosslo) Salakoslu, Gina Lea Schwan, Cosmo Stadie
Künstler*innen: Nuray Demir & Minh Duc Pham
Mediation: Michael Annoff
Beiträge: Kien Nghi Ha, Nahed Samour, Meryam Schouler-Ocak, Derya Yıldırım, douniah, much cooler than yours x My Migrant Mama und Tanasgol Sabbagh 
Projektträger: Förderverein Stadtmuseum Pinneberg e. V.
Grafikdesign: Jihee Lee
Technische Leitung Falk Stapel
Künstlerische Mitarbeit: Hava Erica Zeytin
Sounddesign Bread & Roses: Frieder Blume

Initiiert und uraufgeführt in Tanz und Performance im Bürgerauftrag, einem Programm der Gesellschaft der Neuen Auftraggeber. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Zurück

Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund unterstützen das Teilhabemodell von Neue Auftraggeber für öffentliche Kunstwerke und empfehlen es als "ein kultur-, sozial- und stadtpolitisches Handlungsmodell, das das kulturelle Leben in der Stadt ergänzen und bereichern kann."

mehr

Die Landeshauptstadt Kiel setzt ab sofort als erste Kommune in Deutschland das Modell Neue Auftraggeber eigenständig um. Im Stadtteil Mettenhof startet ein auf drei Jahre angelegter Teilhabeprozess für ein öffentliches Kunstwerk, beauftragt von den Anwohner*innen und begleitet von Mediator Pascal Simm. In Verbindung mit dem Stadtteil und im Sinne der Gemeinschaft soll der Auftrag ortsspezifische lokale Themen, Wünsche, drängende Anliegen oder Herausforderungen aufgreifen.

mehr

Das Künstlerhaus Stuttgart wird 2024 zum Ankerpunkt der Neuen Auftraggeber – also zur lokalen Partnerinstitution und regionalen Anlaufstelle für Aktivitäten der Neuen Auftraggeber in Stuttgart und Baden-Württemberg. Zu diesem Anlass sind Kathrin Jentjens und Gerrit Gohlke am 13. April 2024 am Künstlerhaus Stuttgart zu Gast und berichten von ihren Erfahrungen aus der Pilotphase der Neuen Auftraggeber in Deutschland.

mehr

Austausch und Wissensvermittlung sind wichtige Grundlagen unserer mediatorischen Praxis. Beim Treffen aller Programmbeteiligten von "Tanz und Performance im Bürgerauftrag" in den Sophiensälen in Berlin sprechen die Mediator*innen über ihre Arbeit, teilen Erfahrungen und nehmen an einem künstlerischen Workshop von Mediator*in und Choreograf*in Zwoisy Mears Clarke teil.

mehr

In Europa und darüber hinaus ist die Kunst im Bürgerauftrag seit den 1990er Jahren zu einer breiten Bewegung geworden, die weiter wächst und immer mehr Stimmen, Aufträge und Formate hervorbringt. Organisationen aus sieben Ländern, die fast 100 Mediatorinnen und Mediatoren der Neuen Auftraggeber vertreten, haben sich nun zusammengeschlossen und die Société Internationale des Nouveaux Commanditaires gegründet – die Internationale Gesellschaft der Neuen Auftraggeber.

mehr

Es gibt Grund zu feiern bei den Neuen Auftraggebern! Wir freuen uns, dass die Kulturstiftung des Bundes heute ihre Entscheidung bekannt gegeben hat, ein bundesweites Programm für Tanz und Performance im Bürgerauftrag zu fördern.

Von 2023 bis 2028 können rund 15 künstlerische Projekte von bürgerschaftlichen Gruppen initiiert und gemeinsam mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern umgesetzt werden. Dafür stellt die Kulturstiftung fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Die Förderung ist ein wichtiger Schritt zur Verbreitung und Verstetigung der Kunst im Bürgerauftrag in Deutschland – und eine Anerkennung dieses innovativen Modells, das bereits von 2017 bis 2022 in einer Pilotphase von der Kulturstiftung des Bundes erfolgreich gefördert wurde.

mehr

Wir trauern um den Tod von Kobe Matthys (1970-2023), der im Alter von nur 52 Jahren gestorben ist.

Im Rahmen des Projekts von Ruth Buchanan Ein Garten mit Brücken (Wirbelsäule, Magen, Kehle, Ohr) für die Neuen Auftraggeber von Mönchengladbach war Kobe Matthys 2021 und 2022 in Mönchengladbach als Ratgeber zu Gast, um über die Entwicklung eines (Gemeinschafts-)Gartens mit den Auftraggebergruppen nachzudenken. Als Ort, der sich auf vielen Ebenen erneuert, ist dieser Garten Spiegelbild einer Stadt, die aufgrund des Wandels industrieller Prozesse, durch Spätkapitalismus und veränderte Bedürfnisse ihrer Bewohnerinnen und Bewohner einem radikalen Wandel unterworfen ist. Wir reflektierten mit Kobe Matthys den Prozess, der mit der Schaffung eines Gemeinschaftsgartens verbunden ist. Großzügig…

mehr

Am 22. Oktober 2022 wurde im Garten am Dorfhaus in Wietstock in Vorpommern ein Mosaikbild eingeweiht, das die namhafte Künstlerin Antje Majewski im Austausch mit einer Gruppe von Dorfbewohner:innen entwickelt hat. Das knapp sechs Quadratmeter große Bild wurde in einer Berliner Werkstatt als hochwertiges Mosaik aus italienischen Glassteinen gefertigt und zeigt Tiere und Pflanzen, die für die Auftraggebergruppe aus dem vorpommerschen Dorf von Bedeutung sind.

mehr

Der SeeCampus Niederlausitz wurde um einen freien Denkraum erweitert. Sol Caleros Casa Isadora wurde im Rahmen eines dreitägigen Workshops den Bedürfnissen und Wünschen der Schülerinnen und Schüler angepasst. Die Arbeit bleibt nun als offener denk- arbeits und Erholungsraum für die Schüler auf dem Campus.

Vielen Dank an alle Beteiligten - die Schüler*innen des SeeCampus, die sich mit Kreativität und Leidenschaft eingebracht haben und an Sol Calero!

Fotos: Victoria Tomaschko

mehr

“Das ist das ungewöhnlichste Projekt meiner ganzen Karriere” - Sasha Waltz

Am 10. & 11. September konnte man in Marl erleben, wie das Handlungsmodell der Neuen Auftraggeber als Katalysator einer neuen Gemeinschaftlichkeit zum Tragen kam.

Die renommierte Choreographin Sasha Waltz brachte mit „In C - Marler Partitur“ eine ganze Stadt zum Tanzen.

Am Aufführungswochenende bewegten sich die Akteure spiralförmig zum Stadtzentrum, wo am Ende des zweiten Tages die Großaufführung mit allen Teilnehmenden und Tänzer:innen der Kompanie Sasha Waltz & Guests stattfand.

mehr